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Micro-Helikopter EC145 von Amewi
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optisch und technisch ein kleines Kunstwerk

Während sich auf den Flugplätzen der Trend zu stetig größer werdenden Modellen auch im Amateursektor immer deutlicher abzeichnet entwickelt sich parallel
eine kleine Welt mit extrem gut gestylten und technisch perfektionierten Micro-Modellen. Hierzu gehört auch der kleine EC145 von Amewi, der mit einer
bemerkenswerten Detailtreue und einem Vier-Blatt-Rotor einen optischen Leckerbissen darstellt. Das Modell besitzt einen Brushless-Motor, der seine Energie aus einem 1s-Lipo mit 700 mAh bezieht. Für die Ansteuerung der Micro-Elektronik enthält das Komplett-Set einen fertig programmierten Sender, der sich nach dem Öffnen des Gehäuses recht problemlos sogar auf Mode 3 oder 4 umbauen lässt. Die Bedienungsanleitung fällt leider etwas spartanisch aus und zeigt, dass dieses Modell eigentlich nicht in Anfängerhände gehört.
Der Praxistest
Je nach Flugerfahrung des Piloten gilt es abzuwägen, ob der erste Start im heimischen Wohnzimmer eine gute Idee ist. Empfehlenswerter erscheint es, auf einen windstillen Tag zu warten und die ersten Flüge outdoor oder in einer größeren Halle durchzuführen. Einmal in der Luft offenbart sich nach dem Austrimmen ein stabiles Schwebeverhalten. Im Marschflug geht es durchaus flott vorwärts, wobei das Kurververhalten etwas enttäuscht, denn auf Rollbefehle reagiert das Modell extrem träge.
Ähnlich wie bei einem Koaxial-Heli erfolgen Richtungsänderungen daher besser durch ein "Um-die-Ecke-schieben" mit der Gierfunktion.
Dennoch lässt sich mit ein wenig Erfahrung ein dynamisch wirkender Flugstil realisieren, wobei Outdoor-Einsätze tatsächlich nur bei schwachem Wind sinnvoll erscheinen.
Bei turbulenten Verhältnissen wird schon mal eine beherzt massive Korrektur nötig, um direkt im Anschluss mit Feingefühl die gewünschte Flugbahn einzuhalten.
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