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Experimentalflug-Treffen - Der Interex-Grundgedanke

Veröffentlichung zum Thema Experimental-Modellflug (2006) Bericht zur 10. Interex (1995)


Die Interex
- der Grundgedanke -

Dem Mut einiger Pioniere zu außergewöhnlichen Experimenten ist es zu verdanken, daß das Geheimnis des Fliegens gelüftet werden konnte. Der Gedanke, sich in die Luft zu erheben und wie ein Vogel fliegen zu können ist schon aus der Antike bekannt, doch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts verwandelten sich die gewagten Konstruktionen durch neue Erkenntnisse in der Physik und der Aerodynamik zu flugtauglichen Geräten. Da häufig die Beobachtung des Vogelfluges die Konzeption der Erbauer von Flugapparaten beeinflußte waren Rückschläge unvermeidlich. Ebenso hemmte das Fehlen geeigneter, leichter und leistungsstarker Antriebe die Entwicklung von motorbetriebenen Flugzeugen. Durch Versuche mit mehr oder weniger Erfolg schlichen sich Schritt für Schritt Verbesserungen in die Konstruktionen ein. Die Entwicklung brauchbarer Motoren sowie der Einsatz neuer Materialien trieb die Entwicklung ebenso voran. Langsam aber sicher wurde das Flugzeug zu dem, was wir heute als selbstverständlich ansehen.

Auf dem Weg zu der für einen bestimmten Einsatzzweck bestgeeignetsten Auslegung wurden immer wieder neue Wege beschritten, wobei zum Teil wirklich abenteuerliche Varianten entwickelt und immer häufiger auch erfolgreich in die Realität umgesetzt wurden. Erfindungsgeist und Mut zum Risiko waren die Bedingungen für die Entwicklung leistungsstarker Flugzeugtypen, wobei anfänglich scheinbar unrealisierbare Konstruktionen für bestimmte Einsatzgebiete optimiert wurden und sich letztlich sogar durchsetzten.
Genau diese Gedankenwege und Vorgehensweisen liegen bei den Modellpiloten und Konstrukteuren zugrunde, die sich an der Interex mit immer neuen Ideen beteiligen. Der Grundgedanke der Interex beinhaltet nicht nur die Präsentation ungewöhnlicher Modellflugzeuge, sondern vielmehr die Zusammenführung aller am Experimentieren mit Modellflugzeugen interessierten Modellpiloten zum Erfahrungsaustausch, zum Fachsimpeln und zum Schöpfen neuer Ideen.


Teilnahme an der Interex
- Kriterien -

Zur aktiven Teilnahme an der Interex besteht kein besonderes Kriterium. Jeder auf dem Gebiet des experimentellen Modellflugzeugbaus Aktive ist willkommen, ob Praktiker oder Theoretiker.

Es sollte
- ein Fluggerät oder eine Technologie mitgebracht werden, Welche(s) sich von dem "normalen" durch irgendetwas unterscheidet und
- mindestens ein Start-/Flugversuch bzw. eine Vorführung damit unternommen werden.

Eine klare und eindeutige Definition für ein Experimentalmodell ist nicht so einfach zu formulieren, denn die Grenzen zum "normalen" sind oft nur schwer abzustecken. Ein häufig auf der Interex auftauchender Flugzeugtyp ist beispielsweise der Nurflügel, der sich aber auch schon im alltäglichen Einsatz etabliert hat und somit eigentlich nicht viel experimentelles mehr an sich hat. Doch selbst hier zeigen die Interexler noch Erfindungsgeist, in dem der Flügel in allen möglichen und unmöglichen Weisen variiert wird. Nurflügel ist eben nicht gleich Nurflügel, was besonders durch die vielen verschiedenen Vogelmodelle und die wirklich sehenswerten Flugsaurier-Modelle bestätigt wird!
Um eine Klassifizierung von Experimental-Modellen vornehmen zu können wurde von den Initiatoren der Interex eine Liste entwickelt, die einige Möglichkeiten für experimentelles Fluggerät aufzeigt. Die Durchsicht zeigt das breite Spektrum der Experimentiermöglichkeiten, wobei es sich im Folgenden nur um einen stichpunktartigen Auszug handelt.


Bei Propeller-Flugmodellen bieten sich Möglichkeiten wie
- Flexwings, Kaskaden-Flügel, Kipppropeller, Kippflügel, Verstellflügel oder Schwenkflügel,

bei Mantelpropeller-Flugmodellen könnten
- Ringflügel oder Kippmanteltriebwerke

zum Einsatz gelangen. In der Kategorie der Rotor-Flugmodelle sind
- Tragschrauber, Rotationsflieger, Flugschrauber, Kombinationsflugschrauber,
- Verwandlungshubschrauber, Drehflügler oder Tandemhubschrauber denkbar.

Die Variationsmöglichkeiten bei den unkonventionellen Flügelkonfigurationen sind mit
- Nurflügeln, Enten, Tandemflügeln, Triplanes, Schwingenflügeln, Asymmetrischen Flügeln oder
- Ringflügeln sicher noch nicht erschöpft.

Wer nun glaubt, hier sei die mögliche Vielfalt der Experimentalmodelle beendet unterliegt einem Irrtum, denn nicht nur die Auslegung des Fluggerätes, sondern auch die Art des Antriebs durch z.B.
- Solarenergie,
- Strahlantriebe wie Raketen, Pulsorohre oder Turbinen,
- Kombinationstriebwerke wie Turboprops,
- CO2-Antrieb oder
- eine Dampfmaschine
kann aus einem ganz normal ausgelegten Modell ein Experimentalmodell werden lassen.

Die Verwendung besonders ungewöhnlicher Materialien oder aerodynamische Verbesserungen durch
- Klappensysteme im Flügel oder
- Tragflächen mit variabler Spannweite
wären ebenfalls interessante Möglichkeiten.

Die sich aus der Auflistung ergebenden Kombinationen lassen nur erahnen, welch unerschöpflicher Vorrat an Ideen es noch zu entwickeln und verwirklichen gibt. Dabei kann am Ende einer möglicherweise langen Entwicklung ein Modell stehen, dessen Einmaligkeit und Genialität letztendlich mit einem Interex-Pokal belohnt wird. Dieser ist dann der Lohn für viel Mühe und Arbeit, die mit dem größten Risiko eines Fehlschlags in jedes neue Projekt investiert werden müssen.

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